Zum Jahresabschluss reist der SC Preußen 06 e.V. Münster zum bisher weitesten Auswärtsspiel dieser Saison ins 666 Kilometer entfernte Unterhaching. Bei der Spielvereinigung aus Unterhaching will Marc Fascher und sein Team eine Trotzreaktion zeigen und auch im letzten Spiel dieses Jahres punkten. „Gegen Chemnitz sind wir unnötig von der Siegerstraße abgekommen. Das tat weh. Morgen erwarte ich eine Trotzreaktion meiner Mannschaft“, gab Marc Fascher als Zielsetzung vor.
In der Hinrunde war das Aufeinandertreffen zwischen den Adlerträgern und der SpVgg Unterhaching für die Mannschaft von Marc Fascher das erste Spiel in der dritten Liga. Damals starteten die Preußen mit einem 1:1-Unentschieden in die neue Drittliga-Saison. Dabei erzielte Sercan Güvenisik am 23 Juli das erste Tor der Saison, ließ zum ersten Mal die neue Torhymne der Donots erklingen und 7465 Zuschauer jubeln. Nach 90 Minuten mussten sich die engagierten Adlerträger dennoch nur mit einem Zähler zufriedengeben. „Münster hat Bock auf die dritte Liga, das hat das Publikum heute bewiesen. Heute sollte es einfach nicht sein. Uns fehlte das Quäntchen Glück. Es ist bitter, dass unser großer Aufwand nicht belohnt worden ist, doch so wie wir heute aufgetreten sind, müssen wir uns vor keinem in der neuen Liga verstecken“, war der Eindruck von Cheftrainer Marc Fascher nach dem ersten Spieltag.
Im Generali Sportpark bei der SpVgg Unterhaching kann Fascher wieder auf Stürmer Babacar N’Diaye zurückgreifen. Der Senegalese war im Training dabei und ist wieder fit. Auf Linksaußen Joe Vunguidica muss der Münsteraner Übungsleiter jedoch verzichten. Vunguidica, der nach dem Auswärtsspiel in Sandhausen gesperrt war, hat eine Verletzung im Sprunggelenk und fällt deshalb aus. „Unterhaching ist taktisch sehr diszipliniert, hat torgefährliche Leute und ist eine heimstarke Mannschaft“, sprach der 43-jährige Aufstiegscoach über die Stärken des Gegners.
„Wir haben auswärts bisher keine Bäume ausgerissen und deshalb ist die Mannschaft von Heiko Herrlich der Favorit. Aber genau das ist unser Ansporn. Wir wollen das Ding mit kontrollierter Offensive nach Hause fahren“, äußerte sich der Hanseat zu den taktischen Vorgaben. „Das Herrlich-Team spielt mit zwei flachen Viererketten und verschiebt gut. Die junge Mannschaft steht sehr kompakt und ist mit Teams wie Stuttgart II oder Bremen II zu vergleichen“, sagte Fascher abschließend.
Heiko Herrlich fordert positiven Jahresabschluss
Die Spielvereinigung Unterhaching steht nach 20 Spieltagen auf dem 13. Tabellenplatz. Dabei konnte das Team Heiko Herrlich mit sieben Siegen, vier Unentschieden und neun Niederlagen schon 25 Punkte sammeln. „Wir wollen die drei Punkte zu Hause behalten“, gab Verteidiger Michael Stegmayer auf der vereinseigenen Homepage als Ziel vor.
„Wir wollen den Jahresabschluss positiv gestalten und uns mit einem ordentlichen Ergebnis und einer guten Leistung bei den Fans bedanken“, sagte SpVgg-Trainer Herrlich zu dem letzten Spiel im Jahr 2011. „Der Gegner ist schwer einzuschätzen“, so Herrlich weiter. „Die Mannschaft ist aber auf alle Fälle besser, als ihr derzeitiger Tabellenplatz aussagt“, sagte Herrlich zu dem Gast aus Münster.
| 1 | SV Sandhausen | 66 |
| 2 | VfR Aalen | 64 |
| 3 | Jahn Regensburg | 61 |
| 4 | 1. FC Heidenheim | 60 |
| 5 | Rot-Weiß Erfurt | 59 |
| 6 | Wacker Burghausen | 57 |